Olympia 2004

16. August 2004 – der Tag meines Lebens!

Mit 12 Jahren wechselte ich im September 1993 vom JV Ludwigsfelde zum UJKC Potsdam, besuchte die Sportschule in Potsdam und zog ins Sportinternat. Wie alle Jugendlichen, die diesen Weg wagten, träumte auch ich davon einmal an Olympischen Spielen teilzunehmen und stellte mir vor, wie es wäre, die Beste der Welt zu sein. 

Unzählige Trainingseinheiten, harte Arbeit, viele Turniere mit Siegen und Niederlagen, eine Menge Schweiß und einige Tränen lagen zwischen dem Tag im September 1993 und dem 16. August 2004. Der Tag, an dem ich nicht nur meinen eigenen Traum lebte, sondern an dem ich in die “Geschichtsbücher” einging. Nach 5 Kämpfen stand ich… NEIN lag ich, in der Athener Ano Liossia Hall, nach dem Schlußgong mit dem Rücken auf der Matte und streckte die Arme nach oben und genoss so die ersten Sekunden des Unfassbaren! 

Ich wurde Deutschlands Erste und bis jetzt Einzige Judo-Olympiasiegerin. 

Die Siegerehrung war der beste Moment überhaupt… ich hatte Gänsehaut und mir schlodderten die Knie, als ich von Anton Geesink meine Medaille um den Hals gehängt bekam und mir der Olivenkranz aufgesetzt wurde. Als die Nationalhymne gespielt wurde, biß ich mir auf der Unterlippe umher und kämpfte mit den Tränen. All die Jahre, sowie der ganze Tag schossen mir in Gedanken durch den Kopf, ich war unendlich Stolz auf mich und meinen Trainer Axel Kirchner… ein unbeschreibliches und einmaliges Gefühl… das schönste Gefühl in meinem Sportlerleben! 

 Der Weg zum Gold!

1. Kampf gg Isabel Fernandez (ESP) 
Waza- Ari- Sieg

2. Kampf gg Jessica Garcia (PUR)
Ippon-Sieg nach 17 Sekunden

um Poolsieg:
3. Kampf gg Kie Kusakabe (JPN) 
Ippon-Sieg nach 38 Sekunden

Halbfinale:
4. Kampf gg Deborah Gravenstijn (NED)
Ippon-Sieg nach 1:21min

Finale:
5. Kampf gg Sun Hui Kye (PRK)
Yuko-Sieg 

Fotos von den Olympischen Spielen in Athen