Jan
25
2012

Erfolgreich ins Jahr 2012 gestartet!

Presseartikel MAZ:

397176_330747343624466_105312946167908_1056698_693914327_n.jpg POTSDAM – Yvonne Bönisch musste schmunzeln. „Ich habe geträumt, dass Robert Kopiske und Martin Setz im Finale stehen“, sagte die Trainerin des UJKC Potsdam. Am Samstagmorgen hatte die Judo-Olympiasiegerin ihren beiden Schützlingen von ihrem ungewöhnlichen Traum erzählt. Am Samstagnachmittag wurde er ziemlich unerwartet wahr. Die beiden Leichtgewichte des UJKC machten den Titel bei der deutschen Meisterschaft im Potsdamer Luftschiffhafen unter sich aus.Wie dieser Kampf im Limit bis 60 Kilogramm ausgeht, war Yvonne Bönisch relativ schnuppe. „Beide haben eine Medaille sicher. Der bessere soll gewinnen“, hatte sie sich gesagt. Die gleiche Konstellation gab es im Schwergewicht, wo sich Robert Zimmermann gegen seinen Trainingskameraden Levent Weiß durchsetzte. „Wir haben bewiesen, dass wir Topathleten haben“, so Yvonne Bönisch.

Im Limit bis 60 Kilogramm war der 22-jährige Robert Kopiske der Favorit, nachdem sein national größter Rivale Tobias Englmaier nicht angetreten war. Den Kampf gegen seinen Trainingskumpel nahm er jedoch nicht auf die leichte Schulter. „Ich durfte mich nicht zu sicher fühlen. Ich habe gemerkt, dass Martin ehrgeizig ist“, sagte der nunmehr dreifache deutsche Meister.

Sein 17 Jahre alter Herausforderer war überraschend bis in den Endkampf vorgestoßen. Für den U-17-Meister von 2010 war es schließlich die erste Meisterschaft bei den Männern. „Er ist ja noch so jung, ich habe ihm vielleicht Bronze zugetraut“, sagte Trainerin Yvonne Bönisch, die beim UJKC die Leichtgewichte betreut. „Aber es ist optimal gelaufen.“ Im Finale war sich Martin Setz seiner Rolle jedoch bewusst. „Ich konnte zwar ohne Druck kämpfen, aber das Ergebnis war schnell klar.“ Kopiske dominierte den Kampf und gewann nach gut zwei Minuten.

Dennoch stellte Setz klar, dass bei ihm die Freude über Silber überwiegt. „Das ist mein größter Erfolg. Ich habe gar nicht mit dem Finaleinzug gerechnet. Jetzt nehme ich viel Selbstvertrauen mit.“ Zudem konnte er von Kopiske noch etwas lernen. Wobei es zwischen beiden kaum noch Geheimnisse gibt. Setz: „In den letzten beiden Wochen haben wir jeden Tag zweimal zusammen trainiert.“

Im Wettkampf werden sich beide indes wohl nicht so schnell wieder über den Weg laufen. Sportschüler Setz will in das Limit bis 66 Kilo aufrücken, während Kopiske in seinem angestammten Limit bleiben will. Dem alten und neuen Meister war es nicht nur wichtig gewesen, sich vor Freunden und Familie erfolgreich zu präsentieren. „Wir als UJKC wollten zeigen, dass sich Judo in Potsdam gut entwickelt hat.“ Das Unterfangen ist mit zwei Doppelsiegen wohl gelungen. (Von Ronny Müller)

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